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Dieses Thema hat 7 Antworten
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 Einweg- & Mehrwegpfand Sortierung: Alte Beiträge zuerst  
Ich Bins!

Beiträge: 399

16.02.2014 11:39
Mehrwegflaschen sind schlechter als ihr Ruf antworten

Schlechte Ökobilanz

Mehrwegflaschen sind schlechter als ihr Ruf
von Clare Devlin

Mehrwegflaschen gelten als umweltfreundlich. Eine Studie beweist jetzt das Gegenteil: Normalerweise sollten Bier-Mehrwegflaschen bis zu 50mal im Umlauf sein. Im ungünstigsten Fall sind viele Flaschen aber nur rund vier Mal im Einsatz.

Gut für die Umwelt und mit einer positiven Ökobilanz: Das ist das Image der Mehrwegflasche. Ganz im Gegenteil zu den Einwegverpackungen, die direkt nach dem Verzehr im Mülleimer landen. Eine Deloitte-Studie hat jetzt das Gegenteil bewiesen und herausgefunden, dass die Ökobilanz der Mehrwegflasche schlechter ist als angenommen.

Die Studie wurde von der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährung (BVE) und vom Handelsverband Deutschland (HDE) in Auftrag gegeben, berichtet das Handelsblatt. „Aufgrund der neutralen Ausrichtung unserer Verbände, wollen wir mit dem nunmehr vorliegenden empirischen Datenmaterial einen konstruktiven Beitrag zur Versachlichung der ökologischen „Ein-/Mehrwegdiskussion“ leisten,“ erklärt HDE-Geschäftsführer Kai Falk. Die Studie wurde von der Unternehmensberatung Weihenstephan GmbH, eine 100-prozentigen Tochter von Deloitte Consulting durchgeführt.

Dabei wurde zwischen März 2012 und Juli 2013 untersucht wie die Umlaufzahlen von Mehrwegflaschen sind. Hierfür wurden 107 Unternehmen beobachtet, darunter Brauereien, Mineralbrunnen und Erfrischungsgetränkehersteller. Deutlich wurde, dass die Zahl der Umläufe abhängig ist vom Flaschentyp und der Getränkeart, berichtet die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie in einer Pressemitteilung.

Die vorliegende Studie belegt eine immer größere Vielfalt an Getränkeverpackungen. „Allein in unserer Untersuchung sind wir auf über 120 verschiedene Flaschentypen gestoßen“, so Stefan Huckemann, Partner bei Deloitte.

Einige Flaschentypen, so zum Beispiel Mehrwegbierflaschen, kommen im ungünstigsten Fall nur vier mal zum Einsatz. "Vor diesem Hintergrund konnten die in den Ökobilanzen der Vergangenheit angenommenen Umlaufzahlen von 50 für Bier-Mehrwegflaschen nicht bestätigt werden", heißt es in der Studie.

Ein weiterer Faktor wirkt sich negativ auf die Ökobilanz der Mehrwegflaschen aus. Der Aufwand für das Einsammeln des Leerguts ist erheblich höher als bislang angenommen. Die durchschnittliche Transportentfernung für den Hin- und Rückweg bei Bier beträgt 437 Kilometer.

Da viele Hersteller aus Marketinggründen vermehrt auf Individualflaschen setzen, deutet sich auch für die Zukunft keine Verbesserung an. Individualflaschen sind solche Flaschen, die ausschließlich ein Hersteller für sein Produkt nutzt. Diese Flaschen müssen im Schnitt 537 Kilometer transportiert werden.

Die Poolflasche ist die einzige Flasche, die eine positive Bilanz aufweist. Diese Flaschen werden von mehreren Herstellern genutzt. Dadurch erreichen sie eine hohe Umlaufzahl und haben kürzere Transportwege.

Das Handelsblatt berichtet, dass in der Branche wegen der Studie Streit herrsche. Die BVE hat die Studie bislang nicht einer breiten Öffentlichkeit präsentiert, sondern eher versteckt in einer Mitteilung vom 23. Dezember veröffentlicht. Zudem wird die Studie nicht zum Download bereitgestellt.


Quelle: http://www.wiwo.de/technologie/umwelt/sc...uf/9457752.html



Endlich kommt so langsam die Wahrheit ans Licht!
Allein die Tatsache, dass die Mehrwegindustrie versucht die Studie geheim zu halten spricht schon für sich

coca-cola-cans.com

Beiträge: 7.979


16.02.2014 12:19
RE: Mehrwegflaschen sind schlechter als ihr Ruf antworten

Wurde auch endlich Zeit, dass mit den ganzen Lügen und falschen Zahlen aufgeräumt wird.
Ich hoffe nur, dass diese Ergebnisse künftig auch Beachtung finden.

Vielen Dank für den Link.


SethSothell

Beiträge: 1.076

16.02.2014 12:57
RE: Mehrwegflaschen sind schlechter als ihr Ruf antworten

Das hoffe ich auch! Diese schwachsinnigen Berechnungen mit 50 Umläufen waren mir schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Vielen Dank für das Posting.

Ich glaube jedoch nicht, dass dies an der Wahrnehmung der Mehrwegflasche etwas ändern wird. Die Deutschen sind in diesen Sachen einfach Dogmatiker und Liebhaber simpler Grundsätze. Mehrweg = Gut, PET-Einweg = Böse, Dose = Teuflisch Böse, das ist das krude Wissen des umweltbewussten Durchschnittsdeutschen. Gepaart natürlich, mit völligem Unwissen dessen, was eigentlich Mehr- und was Einweg ist (wie bei Lidl gibt's nur Einweg? Da ist doch auf alles Pfand drauf!)


Mr.Coke

Beiträge: 1.259


16.02.2014 13:56
RE: Mehrwegflaschen sind schlechter als ihr Ruf antworten

Hier die Pressemeldung von BVE:


Studie untersucht Umlaufzahlen und Transportentfernungen von Getränkeverpackungen
23.12.2013, Berlin
Die Umlaufzahlen für unterschiedliche Verpackungen bei Bier, Wasser und Erfrischungsgetränken sind heterogen. Eine allgemeine durchschnittliche Umlaufzahl für Mehrweg innerhalb eines Getränkesegments, wie sie bisher in Ökobilanzen angenommen wurde, ist deshalb nichtaussagekräftig. Individualgebinde bei Bier und Wasser werden über längere Strecken transportiert als Pool-Flaschen. Der Vergleich der Transportentfernungen zwischen Mehrweg und Einweg ergibt daher ein differenziertes Bild.
Wichtige Parameter für Ökobilanzen von Getränkeverpackungen sind zum einen Umlaufzahlen von Mehrweggebinden und zum anderen die Transportentfernungen für Mehr- und Einweggebinde. Bei den meisten bisher erstellten Bilanzen liegen hinsichtlich dieser beiden Kriterien keine empirisch ermittelten Werte zugrunde.

Vor diesem Hintergrund haben die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) und der Handelsverband Deutschland e.V. (HDE) die nun vorliegende Studie „Umlaufzahlen und Transportentfernungen in der Getränkeindustrie“ in Auftrag gegeben. „Aufgrund der neutralen Ausrichtung unserer Verbände, wollen wir mit dem nunmehr vorliegenden empirischen Datenmaterial einen konstruktiven Beitrag zur Versachlichung der ökologischen „Ein-/Mehrwegdiskussion“ leisten,“ erklärt HDE-Geschäftsführer Kai Falk. Die Studie wurde von der Unternehmensberatung Weihenstephan GmbH, eine 100%-Tochter von Deloitte Consulting durchgeführt.

Beide Verbände sind sich darin einig, dass Ökobilanzen nicht das alleinige Kriterium für verpackungspolitische Entscheidungen sein dürfen, sondern auch die Bedürfnisse der Verbraucher. „Getränkeindustrie und -Handel sehen ihre Aufgabe darin, den Verbrauchern Getränke in Verpackungen zur Verfügung zu stellen, die unterschiedlichen Konsumanlässen am besten Rechnung tragen. Dies kann in einem Fall Mehrweg, im anderen Einweg sein“, so BVE-Geschäftsführer Peter Feller.
Die vorliegende Studie belegt eine immer größere Vielfalt an Getränkeverpackungen. „Allein in unserer Untersuchung sind wir auf über 120 verschiedene Flaschentypen gestoßen“, so Stefan Huckemann, Partner bei Deloitte. Dies erschwere das Kreislaufsystem bei Mehrwegflaschen erheblich, da die Abfüller häufig Flaschentypen zurückbekämen, mit denen sie nichts anfangen können. Sortier- und Tauschaufwand seien für viele Unternehmen eine erhebliche Mehrbelastung. „Die Differenzierung bei den Flaschentypen nimmt nach unserer Beobachtung weiter zu. Dies wird sich voraussichtlich weiter auf die Zahl der Wiederbefüllungen auswirken.“

Bisher konnten die Pool-Mehrwegflaschen durch ihr einheitliches Design von vielen verschiedenen Getränkeherstellern verwendet werden. Das führte zu einer höheren Wiederverwendungsrate und geringeren Transportentfernungen. Bei der Vielzahl der heute im Markt anzutreffenden Flaschentypen hängt die Befüllungsquote stark vom Tauschgeschäft des Leergutes ab. Die Flaschen müssen sortiert und zu den entsprechenden Abfüllern zurückgebracht werden. Der Fremdflaschenanteil kann je nach Getränk und Gebinde deutlich über 20% liegen.

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Tauschgeschäfts wurden auch die durchschnittlichen Transportentfernungen für Getränkeverpackungen ermittelt. Anders als bei früheren Studien weist die Studie nicht nur die Vollguttransporte aus, sondern bezieht auch Leerguttransporte mit ein. Ging man in der Vergangenheit noch von einer durchschnittlichen Transportstrecke von 200 km (Hin- und Rückweg) pro Bierflasche aus, hat Weihenstephan tatsächlich 437 km ermittelt. Bei Wasser liegen die Transportentfernungen sowohl bei Mehrweg als auch Einweg zwischen 260 und 270 km. Erfrischungsgetränke werden in Deutschland hauptsächlich in Kunststoff-Einwegflaschen vertrieben. Diese Gebinde werden durchschnittlich ebenfalls etwa 260 km weit gefahren.

Hintergrund:
Die Daten wurden im Zeitraum von März 2012 bis Juli 2013 ermittelt. Die Studie untersucht erstmals in diesem Umfang, in dieser Breite und Qualität die Umlaufzahlen und Transportentfernungen von Mehrweg-Gebinden. Die in die Untersuchung eingebundenen 107 Unternehmen stellen die ganze Bandbreite des Getränkemarktes dar: von den großen bis zu den kleinen Abfüllern der Bier- und AfG-Branche. Die Marktabdeckung der Studie reicht von 24 Prozent bei Wasser und Erfrischungsgetränken bis zu 53 Prozent bei Bier. Die Studie wurde vom HDE und von der BVE in Auftrag gegeben. Relevante Verbände, Interessengruppen, Forschungsinstitute und Behörden wurden eingebunden.

Bei Interesse wird Ihnen die Studie nach Anforderung zugestellt.

www.bve-online.de

Wer fordert die Studie an ?


Gruß
Michael

www.cokeisit.de

coca-cola-cans.com

Beiträge: 7.979


16.02.2014 15:58
RE: Mehrwegflaschen sind schlechter als ihr Ruf antworten

@ Seth

Das glaube ich nicht, es ist wohl eher andersrum.
Denn komischerweise ist Mehrweg nur bei Bier ungebrochen erfolgreich, also bei dem Teil der Bevölkerung die sich regelmäßig und über Jahrzehnte hinweg die Hirnzellen wegballern.
Und, erkennt ihr auch den Zusammenhang?

Anfordern brauche ich die Studie nicht, mir reicht das Gesamtergebnis und die Hoffnung, dass diese Erkenntnisse in der nächsten Ökobilanz Anwendung finden.

Ich Bins!

Beiträge: 399

14.03.2014 13:17
RE: Mehrwegflaschen sind schlechter als ihr Ruf antworten

Kleines Update:

Mehrweg im Tauschrausch
Studie von Weihenstephan macht wirtschaftlichen Tumult der Getränkeindustrie transparent


Burgau (ots) - Es ist wie beim Kartenspiel "Schwimmen". Die Karten werden gemischt und ausgegeben. Die Spieler untereinander tauschen solange Karten, bis der Erste eine Einheit in Farbe oder Symbol erzielt hat. Es gewinnt der Spieler mit dem höchsten Blatt. Ein guter Zeitvertreib, dachte sich wohl auch die Getränkebranche und macht aus dem vor Jahrzehnten geplanten Einheitssystem, sprich Normflasche und Normkiste, ein unkontrollierbares Massenchaos, das täglich wächst und ökologisch und wirtschaftlich immer mehr belastet. Die Tauschrate im Mehrwegsystem nimmt hierbei ständig zu. Große Getränkehersteller sortieren selbst, kleine Abfüller und der Getränkefachhandel bereinigen ihren Pool über Sortierzentren. Und vielen Abfüllern und Logistikern ist das Thema zu chaotisch bzw. zu teuer und verirrte Flaschen werden häufig entsorgt.

Einen Gewinner gibt es nicht, zeigt die nun fertiggestellte Studie der Unternehmensberatung Weihenstephan GmbH, Tochter der Deloitte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die auf Anforderung der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. und des Handelsverbands Deutschland e.V. erstellt wurde. Die Arbeit bestätigt die von Robert Sauer bereits 2009 erschienene und für die Branche bekannteste Studie "Zukunft Mehrweg". Bereits hier wurden erste Umlaufzahlen veröffentlicht, die damals kontrovers diskutiert wurden. Robert Sauer ist geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung CIS GmbH und seit August letzten Jahres selbst Brauereibesitzer der Bergbräu in Niedersachsen. Er selbst leidet unter dem täglichen Durcheinander auf dem Hof seiner Brauerei.

Die Weihenstephan-Studie zeigt Flaschen-Umlaufzahlen und Transportentfernungen in der Getränkeindustrie. Mit einer Marktabdeckung von 53 Prozent im Bierbereich ist die Studie die repräsentativste Studie, die zu diesem Thema jemals erstellt wurde.

Der Lebenszyklus und Kreislauf des gesamten Mehrweg-Flaschenpools inklusive Individualflaschen für Bier, Wasser und Erfrischungsgetränke wurde hierbei in Kooperation mit renommierten Branchenverbänden, Lebensmittelhändlern und Getränkeherstellern analysiert. Berücksichtigt wurden alle Flaschentypen, von Bügelverschluss über Long-Neck und Brunneneinheitsflasche bis hin zur NRW-Flasche, die zwar dominiert, jedoch mit nur noch 39 Prozent Marktanteil stetig verliert.

Das Ergebnis ist genauso faszinierend wie erschreckend. Die Pool-Mehrwegflasche 0,5 Liter erreicht im Schnitt 8 Umläufe vor Tausch und 36 Umläufe nach 100-prozentigem Tausch. Individual-Mehrwegflaschen zählen ohne Tausch 4 und mit Tausch 23 Umläufe. Aufgrund der Komplexität des gesamten Mehrwegsystems ist nicht feststellbar, wie viele Umläufe tatsächlich erreicht werden, da sich der Flaschentausch nur bedingt nachweisen lässt. Zwar zeigt die Studie Umläufe bei theoretisch vollständigem Tausch, es kann aber in der Praxis davon ausgegangen werden, dass nur 90 Prozent aller Fremdflaschen getauscht werden, der Rest wird sehr wahrscheinlich entsorgt. Die Umläufe liegen also trotz Sortierung deutlich unter den angegebenen, was die Zahlen der Neuglasbeschaffung bestätigen. Und jede fehlende Flasche reduziert die Umlaufquote drastisch. Die in der Vergangenheit für Ökobilanzen zugrunde liegenden Umlaufzahlen von 50 für Bier-Mehrwegflaschen (gemäß UBA I des Bundesumweltamtes), auf dessen Basis das Mehrwegpfand-System aufbaut, können von Weihenstephan nicht bestätigt werden. Gerade Individualflaschen belasten das System gewaltig. Betrachtet man den Sortieraufwand, lässt sich der Nutzen des Tauschrausches der Branche leicht in Frage stellen.

Im Bierbereich kommt man bei 59 Mio. HL in Mehrweg-Flaschen laut Robert Sauer auf geschätzte 9 Milliarden Tauschvorgänge pro Jahr. Allein die Sortierkosten liegen je nach Größe des Betriebs und Art der Sortierung, ob interne Sortierung oder extern über einen Dienstleiter, zwischen 0,5 und 1,2 Cent pro Gebinde. Bei einem realistischen Mittelwert von 0,85 Cent Sortierkosten pro Flasche bedeutet dies eine wirtschaftliche Branchen-Belastung von 76,5 Millionen EUR jährlich, zuzüglich Logistikkosten. Ein weiterer Kostenfaktor für Abfüller ist die zunehmende Neuglasbeschaffung, die sich je nach Brauereigröße zwischen 7 und 15 Prozent beläuft. Mit durchschnittlich mindestens 11 Prozent Neuglasanteil im Jahr fällt diese Anschaffung mit geschätzten 170 Millionen EUR zusätzlich ins Gewicht.

Im Wasser- und Erfrischungsgetränkebereich dominieren bereits zu jeweils 58 Prozent und 72 Prozent Einwegverpackungen. Zumindest der restliche Mehrweganteil galt hier als umlaufsicher. Weihenstephan zeigt allerdings auch hier, dass die Umläufe weit unter 50 liegen. Im Schnitt liegen die Umläufe der Poolflasche bei 38, der Individualflasche bei 23 und der PET-Mehrwegflasche bei 19 Umläufen.

Betrachtet man vor allem die aus Umweltsicht hinsichtlich des CO2-Ausstoßes wichtigen Transportwege, zeigen sich für das Biersegment ebenfalls hohe Unterschiede im Vergleich zur der Gesetzgebung zugrunde liegenden Ökobilanz. Während das Umweltbundesamt für Hin- und Rückfahrt von einer Gesamtstrecke von 200 km ausgeht, sind es tatsächlich im Gesamtdurchschnitt 437 km, die eine Flasche zurücklegt. Die weiteste Strecke legen mit 537 km Individual-Mehrwegflaschen zurück, Pool-Flaschen kommen auf 419 km. Nur kleine Brauereien unter 50.000 Hektoliter liegen mit 154 km gemäß Umweltbundesamt im Rahmen.

Laut den Auftraggebern der Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. und des Handelsverbands Deutschland e.V., zeigt die Studie, dass sich der Markt stark verändert und die Branche mit der steigenden Kostenintensität immer mehr zu kämpfen hat. Die Aussage "Mehrweg ist gut und Einweg schlecht", ist schlicht weg veraltet. Das Mehrwegsystem wird aus ökologischer Sicht viel zu sehr von neuen Faktoren belastet. Regional im engen Radius ist Mehrweg vorteilhaft, national werden die Karten aber neu gemischt, steigende Transportwege und eine scheinbar unbeherrschbares Flaschenchaos brechen jeden Tag mehr den Grundgedanken des Mehrwegsystems. "Ökonomisch und ökologisch müssen für die Branche neue Rahmenbedingungen und Spielregeln aufgestellt werden, welche aktuelle Marktbedingungen berücksichtigen und die Unternehmen und die Umwelt nicht weiter be- sondern entlasten", fasst Robert Sauer den Handlungsbedarf zusammen.


Quelle: http://www.presseportal.de/pm/75726/2685...chen-tumult-der






Edit:

Wer sich die Stellungnahme der DUH zu der Studie antuen möchte kann das hier machen.
Als Datenquelle für ihre Umlaufzahlen gibt die DUH interessanterweise den Bundesverband Glasindustrie e.V. an


SethSothell

Beiträge: 1.076

14.03.2014 22:38
RE: Mehrwegflaschen sind schlechter als ihr Ruf antworten

Was genau mit "Tausch" gemeint ist verstehe ich nicht. Der Verfasser dieser PM ist nicht gerade ein guter Schreiber, aber das Ergebnis der Studie deckt endlich auf wie es ist :)

coca-cola-cans.com

Beiträge: 7.979


14.03.2014 23:18
RE: Mehrwegflaschen sind schlechter als ihr Ruf antworten

Es werden auch Flaschen getauscht.
Das heißt, wenn Abfüller mit eigener Sortierung Flaschen zurück bekommen mit denen sie nichts anfangen können, dann werden sie mit anderen Abfüllern getausch die ebenfallsFlaschen haben die sie nicht gebrauchen können, der andere Abfüller aber.
Aber wie im Artikel steht, kommt das immer weniger vor. Der Aufwand ist für viele einfach größer als der Nutzen.

Danke noch mal für den Artikel.
10 Jahre hat es gebraucht bis die Lügen endlich ans Licht kommen.

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